"Mein Körper gehört mir!" - Neuauflage

Auch 2018 macht die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück mit ihrem Projekt "Mein Körper gehört mir!" an der Medardus-Schule Station. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem unten stehenden Artikel.

„Mein Körper gehört mir!“ - Ein dreiteiliges Programm über die Grenzen, die niemand überschreiten darf

"Wenn wir ein Ja-Gefühl haben, können wir ja sagen, wenn wir ein Nein-Gefühl haben, können wir Nein sagen!"  Dieses Projekt soll Kinder ermutigen, sich selbst und ihren Gefühlen zu vertrauen, ihre persönlichen Grenzen wahrzunehmen und zu schützen.

Kleine Theaterstücke zeigen Alltagssituationen von Kindern und regen zu Fragen und zum intensiven Austausch über Ja-Gefühle, Nein-Gefühle, eigene Grenzen und Hilfsmöglichkeiten an. Alle Projektangebote finden grundsätzlich im Klassenverband zusammen mit der Klassenlehrerin statt. Die Schauspieler gehen dabei sehr sensibel auf die Fragen und Anregungen der Schüler ein.

"Mein Körper gehört mir!" ist ein Projekt der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück für Kinder der Klassenstufen 3 und 4, das im Januar 2017 in der Medardus-Grundschule Station machte und auch Eltern und Lehrerinnen mit einbezog.

Neben den interaktiven Theateraufführungen durfte natürlich auch ein Informationsabend für Eltern und Lehrer/Innen innerhalb der Aufklärungskampagne nicht fehlen. Organisiert und begleitet wurde das Projekt durch den Schulsozialarbeiter der Schule, Herrn Trumm.

Ein herzlicher Dank geht an einen großzügigen Sponsor, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Präventionsprojekte zum Thema "sexuelle Gewalt an Kindern" zu fördern. Die gesamte Schulgemeinschaft zeigt sich sehr erfreut über die Möglichkeit, durch dieses Theaterprojekt die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstbewusstsein nachhaltig stärken zu können!

"Mein Körper gehört mir!" - Pressebericht

Hier geht es zum Pressebericht über das im Jahre 2016 an der Medardus-Schule gelaufene Projekt "Mein Körper gehört mir!" auf den Seiten des Kleeblatts.

Mein Körper gehört mir! (Informationsabend)

Informationsabend im Rahmen des Projekts zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern

Mit einer kräftigen Portion Humor, aber auch mit der entsprechenden Tiefe und Ernsthaftigkeit stellte Gisela Braun, Dipl.pädagogin und Fachreferentin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS), Landesstelle Nordrhein-Westfalen, im Rahmen eines gut besuchten Informationsabends am Dienstagabend in der Medardus-Grundschule die wichtigsten Grundlagen zum Thema "Sexueller Missbrauch an Kindern" dar. Umfassend informierte sie Eltern, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Kollegium der Medardus-Schule über das brisante Thema und zeigte Möglichkeiten der Prävention in Elternhaus und Schule auf.

Das mehrteilige Projekt läuft derzeit in den Klassen der 3. und 4. Schuljahre jeweils im Klassenverband und soll Kinder ermutigen und stärken.

Szene aus dem laufenden Projekt
Szene aus dem laufenden Projekt

Regelheft für unser Miteinander

Wir alle wollen uns in der Schule wohlfühlen!

Für die Schulgemeinschaft gelten daher bestimmte Regeln, die wir in dem neuen "Regelheft für unser Miteinander" zusammengefasst haben. Nach denen muss sich jeder richten!

"Ich bin immer freundlich und hilfsbereit zu Mitschülern und Erwachsenen", lautet dabei die Grundregel. Im Schulalltag üben wir mit den Kindern, wie man Konflikte ohne körperliche und verbale Gewalt austrägt. Dabei lernen die Kinder, wie man mit eigenen Stärken und Schwächen umgeht. Je nach Entwicklungsstand der Kinder übernehmen sie Verantwortung für die Klassen- und Schulgemeinschaft. Viele Kinder halten sich schon recht vernünftig an die vereinbarten Regeln. Es ist unsere gemeinsame erzieherische Aufgabe, diese Regeln für das Zusammenleben begreiflich zu machen und einzuüben. Dabei sind wir auch auf die häusliche Unterstützung angewiesen. Sicherlich kommt es auch in Zukunft zu Regelverstößen, denen wir mit erzieherischen Maßnahmen entgegenwirken müssen. Über die entsprechenden Maßnahmen werden wir Sie auf einem Elternabend informieren.

Bitte besprechen auch Sie mit Ihrem Kind einmal zu Hause das neue Regelheft. Jedes Kind erhält ein eigenes "Regelheft" und kann es mit eigenen Zeichnungen gestalten. Ein Exemplar zur Ansicht findet sich hier.

Standfest, einfühlsam und selbstbewusst wie die Kängurus - unser Känguru-Training in den ersten Schuljahren

Das Besondere an einem Känguru ist, dass es immer fest auf seinen Hinterpfoten steht. Standfest, vorsichtig und selbstbewusst sein wie ein Känguru - das kann man lernen im Känguru-Training nach der Idee von Birgit Lohmann-Liebezeit.

Mit dem Schulanfang werden die Kinder der ersten Klassen vor besondere Herausforderungen gestellt: Sie kommen nicht nur in eine neue Umgebung, sondern auch in eine neue, noch weitgehend unbekannte Schulgemeinschaft, in der sie ihren Platz finden und lernen sollen. Daher führen wir im Lauf der ersten Schuljahre das Känguru-Training mit den Kindern durch.

Im "Känguru-Unterricht", der grundsätzlich ein Sozialtraining ist und in diesem Rahmen immer auch die eigene Persönlichkeit unterstützt und schult, lernen die Kinder am Beispiel von 25 verschiedenen Kängurus vor allem Achtsamkeit anderen Menschen und sich selbst gegenüber, sie lernen vieles über Körpersprache und Gefühle, über sich und andere. Die Kinder werden angeleitet sich einzufühlen in verschiedene Situationen, die die Kängurus erleben, damit sie manche Erfahrung in ihrem eigenen Leben, z. B. in der Schulgemeinschaft, anwenden können.

"Das Känguru als fremdes, nicht bedrohliches Wesen ist ein Identifikationsmodell, das für Mädchen und Jungen gleichermaßen attraktiv erscheint: kuschelig weich, niedlich mit dem Beutel und gleichzeitig stark, schnell, sportlich, boxend." (Birgit Lohmann-Liebezeit: Respekt üben - Achtung zeigen, S. 2)

Wie die Kängurus sollen auch die Kinder fest auf beiden Beinen stehen, sollen selbstbewusst sein und sich durchsetzen, sollen vorsichtig und einfühlsam sein und sich bei Gefahr wehren. Dazu lernen sie ihre eigenen Gefühle zu erkennen: Mit dem eigenen Ärger, mit Wut, Angst und Traurigkeit sollen die Kinder umgehen lernen, damit sie in der Gemeinschaft mit den eigenen Wünschen und Anliegen sicher auf andere zugehen können.

"Kängurus strahlen durch ihre Körperhaltung gleichzeitig Vorsicht und Selbstbewusstsein aus. In der Gemeinschaft, in der sie leben, setzen sie sich mit anderen auseinander. Standhaft, kritisch und selbstbewusst durch das Leben gehen und dabei die Balance und genussvolle Leichtigkeit nicht vergessen!" (Birgit Lohmann-Liebezeit: Respekt üben - Achtung zeigen, S. 2)

An das Känguru-Training schließt sich in den weiteren Schuljahren das fortlaufende "Friedensstifter-Training" an. Es baut auf dem Umgang mit Gefühlen auf und schult insbesondere Situationen im Rahmen des sozialen Miteinanders, z. B. die Konfliktfähigkeit.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich beim Landessportbund Rheinland-Pfalz für die finanzielle Unterstützung unserer Veranstaltungen und Projekte im Rahmen der Gewaltprävention.

Friedensstifter-Training

"Kinder werden seltener Opfer der Aggressivität anderer Mitschüler."

"Das positive Verhalten zwischen den Schülerinnen und Schülern hat zugenommen."

"Die Kinder fühlen sich sehr viel weniger einsam in der Schule."

Diese und ähnliche Veränderungen beschrieben die Mädchen und Jungen an 15 Grundschulen in München, nachdem sie gemeinsam mit ihren Mitschülern und den Lehrpersonen das "Friedensstifter-Training" kennengelernt und intensiv erprobt hatten.

Auch wir wünschen uns für unsere Kinder, dass sie ihre Schulzeit als positiv und gewinnbringend erleben; dass sie sich zu Menschen entwickeln, die ihre Meinung vertreten können, die selbstbewusst - sich ihrer selbst bewusst - sind und sich "trotzdem" in den anderen einfühlen können.

Das Lehrerkollegium, das GTS-Team und die Schulleitung der Medardus-Grundschule haben sich daher für ein Grundschulprogramm zur Gewaltprävention, das "Friedensstifter-Training", entschieden.

Auf allen Klassenstufen erarbeiten die Kinder altersgerecht Themen, die über Gefühle und Einfühlungsvermögen, Grenzen setzen und Grenzen akzeptieren, Umgang mit Wut und Ärger, mit Provokationen, Schwierigkeiten und Konflikten bis hin zu Fragen reichen wie "Was möchte ich eigentlich erreichen?", "Wie kann ich meine Meinung vertreten?", "Wie kann ich anderen beim Verhandeln helfen?".

Anhand einer bunten Mischung aus Unterrichtsmaterialien, Spielen und Übungen, kleinen Theaterstücken und nicht zuletzt den Alltagserfahrungen der Kinder wollen wir gemeinsam lernen, was es heißt, ein Friedensstifter zu sein ohne "klein beizugeben" oder den anderen zu "besiegen".

Sowohl im Rahmen der Unterrichtsfächer Religion und Ethik als auch im Sachunterricht lassen sich viele Anhaltspunkte und inhaltliche Überschneidungen finden, die es uns erlauben, das "Friedensstifter-Training" in den Unterrichtsalltag zu integrieren. Vor allem aber brauchen wir auch die Unterstützung der Eltern und Sorgeberechtigten, um den Kindern eine Vielzahl von Möglichkeiten zu zeigen, wie sie ohne Gewalt selbstbewusst ihre Ziele erreichen können!

 

Die Konzeption des Fridensstifter-Trainings nach Barbara Gasteiger-Klicpera und Gudrun Klein ist hier nachzulesen.